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Das AC-Gelenk bedeutet "Acromio-clavicular-Gelenk", das Gelenk zwischen dem Schulterdach des Schulterblattes und dem Schlüsselbein. Dieses Gelenk ist sehr wichtig. An diesem Gelenk ist die Schulter aufgehängt. Durch Zerreissen der stabilisierenden Bänder dieses Gelenkes kommt es zu einem Stabilitätsverlust des Schultergürtels, nicht aber zu einer Bewegungseinschränkung. Bei vollständigem Reissen der Bänder ist die korrekte Aufhängung der Schulter beeinträchtigt. Das gesamte Schultergelenk sinkt tiefer und das Schlüsselbein steigt entsprechend dem Muskelzug höher. Bei Bewegungen um und oberhalb der Horizontale bewegen sich Schulterblatt und Schlüsselbein nicht mehr synchron, sondern dissoziiert. Das Schulterblatt bleibt unten, obwohl es beim Heben des Armes nach oben gekippt werden sollte, um dem Schulterkopf und der Rotatorenmanschette Platz zu öffnen. Die unten beigefügten Zeichnungen zeigen die verschiedenen Stufen und Schweregrade der Verletzung, "der Bänderrisse" und die operative Rekonstruktion.
Diese Verletzungen können auch ohne Operation zu einer schmerzfreien Beweglichkeit im Schultergürtel führen. Die Fehlstellung bleibt jedoch bestehen und mit der Zeit kann es in der Folge durch das entstandene Engpass-Syndrom unter dem Schulterdach zu einer Aufscheuerung der Rotatorenmanschette kommen.
Bei vollständiger Zerreissung der Bänder mit vollständiger Instabilität gilt hier die Regel, dass bei jungen Leuten, vor allem sportlich ambitionierten, oder bei körperlich anstrengend arbeitenden Personen die Gelenkverletzung rekonstruiert werden sollte.
Die Rekonstruktion sollte jedoch immer zu einem tadellosen Ergebnis führen, ansonsten die nicht-operative Behandlung vorgezogen werden müsste. Nicht nur die richtige Operationstechnik, sondern auch die Erfahrung und das Können des Operateurs und die konsequente postoperative Nachbehandlung sind für ein gutes Resultat entscheidend.
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